Ökonomie & Ökologie
In heutiger Zeit wird seitens der großen Parteien immer mehr die ökonomische Entwicklung in den Vordergrund gestellt. Der Erhalt von Arbeitsplätzen und Industriebetrieben mit allen Mitteln steht im Vordergrund. Die Belange der Menschen und der Umwelt werden in den Hintergrund gedrängt.
Ziel unserer grünen Wirtschaftspolitik ist sowohl der Erhalt sowie die Schaffung neuer Arbeitsplätze in unserer Region und das im Einklang mit der Umwelt.
Derzeitige Situation
Attendorn ist ein von der Industrie geprägter Wirtschaftsraum. Wir verfügen über eine Vielzahl von Gewerbebetrieben, die hauptsächlich im Metall verarbeitenden Sektor tätig sind:
86% unserer Arbeitsplätze sind in diesem Bereich angesiedelt! Ein großer Teil dieser Arbeitsplätze ist direkt mit der Autoindustrie verbunden.
Die Stadt Attendorn hat Ihre Entwicklung in den letzten Jahren nur nach Belangen des produzierenden Gewerbes ausgerichtet. Immer mehr Flächen wurden als Gewerbeflächen ausgewiesen und immer mehr Straßen werden gebaut. Mit der Erschließung des Gewerbegebietes Eckenbachtal wird unsere letzte große freie stadtnahe offene Landschaftsfläche überbaut.
Dank der sprudelnden Gewerbesteuereinahmen steht unsere Kommune zurzeit noch sehr gut da und viele Projekte können noch realisiert werden. Doch die Krise ist auch bei uns angekommen. Wir können in nächster Zeit nicht mehr von Gewerbesteuern in den altbekannten Größenordnungen ausgehen, sondern werden uns ans Sparen gewöhnen müssen. Arbeitsplatzverluste sind jetzt schon eingetreten und werden in nächster Zeit zunehmen.
Historie
Seit Jahren fordern wir Grünen in Attendorn ein Umdenken in Bezug auf die ökonomische und ökologische Entwicklung.
Seit Jahren weisen wir auf die ungesunde Mischung unsere wirtschaftlichen Strukturen hin, was seitens der Kommune und der großen Parteien immer mit dem Hinweis auf unsere tollen Gewerbesteuereinnahmen als „dummes Zeug“ abgetan wurde.
Seit Jahren fordern wir eine touristische Entwicklung unserer Region.
Seit Jahren fordern wir eine Stärkung des Einzelhandels, der Gastronomie und des Dienstleistungssektors.
Unsere Ziele und Forderungen
- Touristische Entwicklung
- Stadtentwicklung, Dorfentwicklung und Stadtmarketing
- Industrielle Entwicklung
- Entwicklung des Dienstleistungssektors
Touristische Entwicklung
Stadtentwicklung, Dorfentwicklung und Stadtmarketing
„Wo wir uns wohlfühlen, fühlen sich auch unsere Gäste wohl!“
Ziel ist es unsere Stadt lebenswerter für alle Einwohner und Besucher zu gestalten. Unsere Forderungen sind daher die:
Schaffung neuer Strukturen im Bereich Stadtmarketing
- Es muss eine Vernetzung der bestehenden Strukturen aus Attendorner Hanse, Werbe- und Wirtegemeinschaft, der Personenschifffahrt etc. unter einem neuen Dach erfolgen, um die Marke Attendorn überregional besser zu vermarkten und um Aktionen gemeinsam besser zu koordinieren.
- Stärkung des bestehenden Einzelhandels durch ein neues Stadtmarketingkonzept und Ansiedlung fehlender Einzelhandelsbereiche.
- Entwicklung eines Bürgerhauses im Bereich des Stadtgebietes als Anlaufpunkt aller Einwohner und Besucher unserer Stadt als Beratungs- und Informationszentrum.
Entwicklung der städtischen und dörflichen Strukturen
- Ausbau und Lückenschluss des städtischen und dörflichen Radwegenetzes. Das bestehende Radwegenetz soll in kurzer Zeit fertiggestellt werden, eine einheitliche und klare Beschilderung muss erfolgen.
- Vorrang für Fußgänger und Radfahrer im Innenstadtbereich
Alle innerstädtischen Bereiche müssen für Behinderte, Kinder und ältere Mitbewohner barrierefrei erreichbar sein. Es müssen genügend Ruhe- und Kommunikationsbereiche vorhanden sein. Für Kinder und Jugendliche müssen im Innenstadtbereich und in den Wohngebieten und Dörfern ausreichende Flächen zur Verfügung gestellt werden. - Neubauförderung / Förderung energiesparender Sanierung
- Die bisherige Förderung der Stadt Attendorn bestand in einem Nachlass beim Kauf städtischer Grundstücke. Diese Förderung soll neu gestaltet werden. Unser Ziel ist sowohl eine Förderung von Neubauten wie auch den Kauf von Altbauten. Die Förderung sollte gezielt für energiesparende und umweltschonende Bauweise bzw. Sanierung gewährt werden.
- Baulandentwicklung
Unser Ziel ist es, keine weiteren Neubaugebiete mehr auszuweisen. Zum einen wird unsere Bevölkerung schrumpfen, zum andern existieren genügend innerstädtische und dörfliche Baulücken, die zu nutzen sind. Auch werden in den nächsten Jahren viele ältere Gebäude frei, die nach entsprechender Modernisierung weiter genutzt werden können.
Industrieelle Entwicklung
- Stärkung der ansässigen Industrie.
Unsere Industrie lebt hauptsächlich von der Qualität und Innovation ihrer Mitarbeiter. Qualifiziertes Personal ist aber nur dann zu halten und neu zu gewinnen, wenn das Umfeld, wie z.B. Aufenthaltsqualität, Freizeitangebote, schulische Angebote usw. stimmt. - Strukturwandel in unserer Region
Ziel ist es, neben der bestehenden Industrie auch neue Gewerbe- und Industriezweige anzusiedeln, um mehr Vielfalt zu erreichen und auch unseren jungen gut qualifizierten Einwohnern eine Zukunftsperspektive zu geben. - Ausbau und Ausweisung von Industriegebieten
Wir sprechen uns klar gegen eine Ausweisung neuer Gewerbe- und Industriestandorte aus. Noch bestehender bzw. zu erwartender Bedarf kann mit den vorhandenen Altstandorten, Baulücken und Leerständen gedeckt werden. Bei allen Baumaßnahmen werden wir den höchsten Umweltstandard einfordern.
Entwicklung des Dienstleistungssektors
Ziel unser Grünen Politik in Attendorn ist der Erhalt und vor allen Dingen der Ausbau des Dienstleistungssektors.
- Gründer- und Innovationszentrum
In Attendorn soll ein Gründer- und Innovationszentrum entstehen, das neuen jungen Unternehmen günstige Räumlichkeiten zur Verfügung stellt. - Eine Anlaufstelle für kaufmännische, finanzielle und juristische Fragen sollte geschaffen werden.
